Liebe Interessierte des Forschungsprojektes Connecting Memories,
vielen Dank für Ihr Interesse an Connecting Memories, einer transnationalen Erinnerungsgemeinschaft zum Thema NS-Zwangsarbeit in Niederösterreich, die sich derzeit in Entwicklung befindet. Mit unserem Newsletter wollen wir Sie über Entwicklungen im Projekt informieren, aber auch über konkrete Möglichkeiten zum Projekt beizutragen sowie über bevorstehende Veranstaltungen und Berichte!
„Dieses Pionierprojekt wird Menschen bewusst machen […] welche ‚Schätze‘ in ihrer Erinnerung oder auf dem eigenen Dachboden zu finden sind.” (aus der wissenschaftlichen Beurteilung des Projektantrags)
In Niederösterreich mussten während des Zweiten Weltkriegs wie überall im Deutschen Reich viele tausende Menschen Zwangsarbeit leisten – Kriegsgefangene, ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter:innen und andere zivile Personen. Noch immer ist vieles aus dieser Geschichte unbekannt und unzureichend dokumentiert. Viele Zeugnisse liegen jedoch bis heute in Privatbesitz, Erinnerungen werden in Familien weitergegeben – in Niederösterreich in jenen der ‘Arbeitgeber:innen’ und Nachbar:innen, sowie weltweit in jenen der ehemaligen Zwangsarbeiter:innen.
Das Projekt Connecting Memories entwickelt eine Internetplattform, die es erlaubt diese wertvollen Quellen digital zu sammeln und sie für die Zukunft zu bewahren sowie die Zusammenarbeit zwischen interessierten Personen, lokalen und internationalen Nachkommen Betroffener und Forschenden zu unterstützen.
Zum Aufbau dieser Plattform starten wir mit zwei Themengebieten: der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeit und dem Kriegsgefangenenlager Stalag XVII B Krems-Gneixendorf in Niederösterreich.
Das Projektteam Connecting Memories besteht aus Forschenden der Universität für Weiterbildung Krems, des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien. Zudem laden wir alle ein, die ein Interesse am Thema NS-Zwangsarbeit in Niederösterreich haben, sich zu beteiligen: Ihre Erinnerungen und Quellen zu teilen, selbst zu forschen sowie mit anderen in Kontakt zu treten. Beispiele dafür finden Sie auf der Projektwebsite www.connectingmemories.at.
Wie kann ich derzeit mitarbeiten?
In den unterschiedlichen Phasen des Projektes Connecting Memories wird es viele verschiedene Möglichkeiten geben sich einzubringen. Im Newsletter wollen wir daher über aktuelle Möglichkeiten zur Zusammenarbeit informieren – wir freuen uns aber jederzeit über Ihre Ideen und Ihren Input – kontaktieren Sie uns gerne unter connectingmemories@donau-uni.ac.at
Aktuell möchten wir wissen, welche Unterstützung Personen mit Interesse am Thema NS-Zwangsarbeit in NÖ benötigen: Was ist für Sie interessant, wie recherchieren Sie? Wie können wir Sie dabei unterstützen? Dazu haben wir einen Online-Fragebogen erstellt, dessen Beantwortung ca. 10 Minuten in Anspruch nimmt: https://uwk-krems.limesurvey.net/connectingmemories
Ihr Feedback wird in die Entwicklung der Plattform aufgenommen.
Aktuelle Veranstaltungen & Medienberichte
Das Projekt plant regelmäßige Veranstaltungen mit Vorträgen, Austauschmöglichkeiten und Exkursionen (on- und offline).
Medien haben bereits über unser Projekt berichtet, Artikel sind zum Beispiel im Kurier und im ORF erschienen. NÖ heute berichtet über das Projekt in einem TV-Beitrag.
Wenn Sie mit uns persönlich in Kontakt treten wollen, laden wir Sie zu folgenden Veranstaltungen ein:
Präsentation des Buches „Spuren lesbar machen. Das NS-Zwangslager im Granitwerk Roggendorf. Neue Formen der Geschichtsaufarbeitung zwischen Kunst und Wissenschaft (Hg. Edith Blaschitz und Martin Krenn)“ am 17.2.2026 um 18:00 in Wien.
NÖ Museumstag am 15.3.2026 im Schloss Katzelsdorf. Beim „Forum Bürger*innenforschung Niederösterreich“ sind Sie dazu eingeladen, in einem informellen Rahmen rund um sogenannte „Thementische“ ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Tisch wird sich unserem Projekt widmen.
Es grüßt Sie herzlich das Team von Connecting Memories!




Sie wollen den Newsletter per eMail erhalten oder haben Fragen und Anregungen?
Senden Sie uns eine Nachricht an connectingmemories@donau-uni.ac.at !
